Befragung zur Attraktivität ländlicher Regionen als Ort zum Leben und Arbeiten

Wie nehmen Beschäftigte die ländlichen Partnerregionen als Arbeitsstandorte wahr? Was macht die Attraktivität als Lebensumfeld aus? Wie erfahren sie Veränderungen mit der Corona-Pandemie?

Diesen Fragen widmeten sich die sieben Kooperationsregionen in einer gemeinsamen Onlinebefragung. Die Befragung richtete sich an alle Beschäftigten ab 18 Jahren, die über Social-Media, Newsletter, die Homepages sowie die direkte Ansprache der Mitglieder und Partner der regionalen Bündnisse kontaktiert wurden. Im Zeitraum vom 26. Februar bis 8. April 2021 nahmen insgesamt 1.889 Befragte an der Umfrage teil.

Die Umfrage ist nicht repräsentativ, zeigt aber Tendenzen zur Attraktivität des Arbeitsplatzes ländlicher Raum.

Diese Erkenntnisse konnten wir für uns gewinnen:

  • Ländliche Räume können Menschen auch ohne persönliche Kontakte für sich begeistern (nur 49% antworteten hatten zuvor Anschluss in die Regionen durch Familie oder Freunde)
  • Zwei Drittel der Menschen suchen gezielt nach einem Job in einer bestimmten Region.
  • Jede fünfte Fachkraft wünscht sich mehr Unterstützung beim "Ankommen" in der Region.
  • "Vitamin B" (persönliche Kontakte) führen am häufigsten zu einem Job (35 %) und liegen noch vor Ausschreibungen der Arbeitgeber.
  • Arbeitsinhalte (88 %), Kultur des Unternehmens (79 %), Work-Life-Balance (71 %) und weitere "weiche" Faktoren stehen deutlich vor dem höheren Gehalt bei anderen Arbeitgebern (35 % und damit Schlusslicht). Bei kleineren Arbeitgebern ist diese Tendenz noch ausgeprägter.
  • Weiche Faktoren werden auch besonders an der jeweiligen Region geschätzt: Natur & Menschen sind zwei der drei Top-Antworten.
  • Nähe zum Arbeitsplatz und zum sozialen Umfeld: Das sind die Hauptgründe für die Wahl des Wohnortes. In ländlichen Räumen spielen Bus oder Bahn nur eine untergeordnete Rolle.
  • "Sicherheit und Ruhe" / "Natur und Landschaft" - das sind immer noch ganz wesentliche Aspekte für den idealen Wohnort auf dem Land.
  • Breitband, Mobilfunk, Mobilität und Infrastruktur - hier wünschen sich die meisten Menschen Verbesserungen.
  • 87% aller Befragten gehen davon aus, auch in zehn Jahren noch "sehr wahrscheinlich" oder "wahrscheinlich" in ihrer jetzigen Region zu leben. Bei den Zu- oder Zurückgezogenen liegt der Anteil bei 75%. Mit Kindern gehen 92 % davon aus!
  • Nur bei einem Drittel der Befragten hat sich die Situation am Arbeitsplatz durch Corona nicht verändert. Die Hälfte arbeitet inzwischen vollständig oder zum Teil zuhause.
  • Die Mehrheit der Befragten ist damit "sehr zufrieden" oder "zufrieden".
  • Insbesondere Beschäftigte im öffentliche Bereich (44%) wünschen sich, zukünftig ("nach" der Pandemie) mehr als zuvor von zuhause zu arbeiten.
  • Die Arbeit an einem "dritten Ort" (z.B. Co-Working) spielt nur für einen sehr kleinen Teil (3%) eine Rolle.
  • 40 % der Befragten nehmen bei Freunden und Bekannten, die in Metropolen/Großstädten leben, wahr, dass bei diesen der Wunsch nach "Leben auf dem Land" gestiegen ist ("nehme ich sehr stark bzw. stark wahr").

Haben Sie Fragen oder Anregungen zu den Ergebnissen der Umfrage, melden Sie sich gerne bei uns!

Bearbeitung: SPRINT PartG